Naturgeheimnisse

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Wissenswertes aus der Natur

Beim Wandern sollte man nicht nur die herrlichen Ausblicke genießen, sondern auch seinen Blick für die manchmal so unscheinbaren Details der Natur schärfen. Die Flora und Fauna des Wittgensteiner Landes hat einiges an schönen Dingen und einzigartigen Besonderheiten zu bieten. Es lohnt sich, mit der Natur respektvoll umzugehen und sie zu schützen, denn wir haben nur diese eine.

 

Wenn der Pilz mit der Alge…

Rotfruchtige Säulenflechte

dann entsteht das faszinierende Leben der Flechten. Jede Flechte ist eine Symbiose (Zusammenleben verschiedener Arten zum gegenseitigen Vorteil), die aus einem Pilz und einer Alge besteht. Auf den ersten Blick wirken Flechten wie eine einzige Pflanze. So wurde sie lange als selbständig botanische Klasse betrachtet. Erst gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts erkannte man die Flechten als „eigentümliche Doppelorganismen“.
Flechten sind empfindlich gegen Umweltveränderungen – seien es klimatische Veränderungen im Waldesinnern, oder Belastungen durch Luftverunreinigungen. Je mehr Flechtenarten in einem Wald zu finden sind, desto deutlicher ist das Indiz, dass dessen Ökosystem noch gesund ist.


 

Der Hexenring

Hexenring

Dieses Phänomen beschreibt ein Myzel (Pilzgeflecht), das von einem Zentrum ausgehend gleichmäßig in alle Richtungen wächst. Die Fruchtkörper des Pilzes bilden sich am Rand des Wachstums. Weil sie sehr schnell aus dem Boden „schießen“, bildet sicht oft über Nacht ein „Hexenring„.
Anhand der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Pilzes und des Radius eines solchen Hexenrings kann man das Alter des Pilzes annähernd bestimmen. Es wurden schon Hexenringe mit einem Alter von mehreren hundert Jahren gefunden.
Der Name Hexenring geht auf den Aberglauben des Mittelalters zurück, als man in diesen kreisrunden Formen Versammlungsorte der Hexen, Feen und anderer Naturgeister sah, deren Betreten gefährlich war, angeblich weil man sich dort ansteckende Krankheiten holen konnte.


 

 

Die Goldeiche

GoldeicheDie Goldeiche (Quercus robur Concordia) ist eine Kulturform der Stieleiche und kommt selten vor. Es gibt nur sehr wenige Bäume, nach anderen Quellen drei oder fünf, auf der ganzen Erde. Ein Baum steht in Wemlighausen. Im Frühling treiben die Blätter „goldgelb“ aus. Dieses Naturereignis lässt sich aber nur drei bis vier Wochen lang beobachten. Im Sommer verfärben sich die Blätter gelblichgrün… Bildergalerie

 


Der Mäander

MäanderVerringert sich das Gefälle eines Flusses oder Baches neigen die Gewässer – wie hier die Benfe – dazu, im relativ weichen Untergrund ein verschlungenes Flussbett zu entwickeln – sie mäandrieren. Der Volksmund würde sagen: „Der Fluss darf sich noch drehen und wenden, wie es ihm gefällt.“ Die Österreicher benutzen das Wort „mäandern“ für „unentschlossen sich herumwinden“.


Mäander
, nach dem Fluss Büyük Menderes in der Türkei benannt, sind Schleifen im Flusslauf, die sich durch Verlagerung des Flusses bilden.