Rotmilan-Höhenweg

WegmarkierungVor der Kulisse einer leicht schwingenden Berglandschaft führt der Rotmilan-Höhenweg 38 km rund um das schöne Elsofftal. Er verbindet nicht nur die fünf Wittgensteiner Dörfer Elsoff, Christianseck, Wunderthausen, Diedenshausen und Alertshausen miteinander, sondern auch die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Für Extremwanderer eine Tagestour, für Genusswanderer eine Zwei- bis Dreitagestour. Wir zählen zu den „Zweitgenannten“ und machen die Tour in zwei Tagen mit einer Übernachtung in Hof Teiche.

DachslochUnser Startpunkt ist im Dachsloch – obwohl sich Elsoff als Einstieg ebenfalls sehr gut eignet (Elsoff ist der einzige Ort, durch den der Rotmilan-Höhenweg direkt führt).
Vom Dachsloch folgen wir dem „Pentagon“ – ein weißes Fünfeck auf schwarzem Grund als Wegmarkierung – welches die fünf angrenzenden Ortschaften Christianseck, Wunderthausen, Alertshausen, Diedenshausen und Elsoff symbolisiert. Der Weg führt uns an Höfen in idyllischer Einzellage vorbei: Forsthaus Karlsburg, danach Hof Karlsburg und – da der Weg eine Brücke zwischen Hessen und NRW bildet – geht es anschließend durch hessisches Gebiet, vorbei an Hof Fallgrube und Hof Binsenbach. Immer wieder bieten sich uns herrliche Ausblicke ins Wittgensteiner Bergland.

Hof Binsenbach
Hof Binsenbach

 

 Harder Sohl
Vom Harder Sohl in Richtung Elsoff

 

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Mit Sommerblumen gesäumter Wegrand

 

Der Weg ist umsäumt mit bunten Sommerblumen oder führt durch hohen Fichten- und Buchenwald. Da es sich um einen HöhenWanderWeg handelt, sind auch keine großartigen Steigungen zu bewältigen. Die Wegmarkierungen sind zahlreich und gut sichtbar angebracht, so dass verwandern unmöglich ist. Nach ca. 10 Kilometern erreichen wir das Bundessilberdorf Elsoff. Doch kurz vor dem Ort sind wir von der Anbringung der Wegweiser etwas irritiert. Eine Markierung an der Abzweigung ins Dorf ist sehr versteckt an einem Baum angebracht und eine zweite – sehr unpassend – direkt hinter der Abzweigung, so dass man denken könnte, es ginge über die Landstraße.

Elsoff
Elsoff mit historischer Kirche

 

Nachdem wir die richtige Markierung gefunden haben, geht es über einen Wiesenweg hinunter in das schöne Fachwerkdörfchen, das durch seine evangelische Kirche geprägt ist, deren Ursprung sich bis ins 12. Jahrhundert nachvollziehen lässt.

IMG_0152Wir kehren mit Schwung in den Gasthof Spies-Jörge (Sheriff) ein und machen eine Rast. Hier werden wir mit Wittgensteiner Gastfreundlichkeit herzlich empfangen und bewirtet. Ein kleiner Biergarten und eine urige Gaststube laden zum Verweilen ein – sehr empfehlenswert.
Nach einer ausgedehnten Wanderrast geht es weiter. Wir durchqueren den Ort und folgen wieder dem Pentagon in Richtung Christianseck. Von nun an geht es stets leicht bergan. Auf der Delle bietet sich uns nochmal ein schöner Blick ins Elsofftal. Nach ca. 7,5 Kilometern erreichen wir Hof Teiche (Landgasthof Wittgensteiner Schweiz) unser Nachtquartier. Übrigens wird die Umgebung rund um Christianseck aufgrund ihrer landschaftlichen Schönheit auch Wittgensteiner Schweiz genannt.

 

IMG_0239In Hof Teiche werden wir von Familie Feige gastfreundlich empfangen und bewirtet – hier gibt es Nudeln-, Wurst- und Wildwaren aus eigener Herstellung … köstlich
Am nächsten Morgen geht es nach einem ausgiebigen Frühstück weiter über den Rotmilan-Höhenweg in Richtung Wunderthausen. Vorbei am Landebach und weiter durch Petersgrund, kommen wir nach ca. 6 Kilometern zum Sohl. An dieser Stelle verlassen wir den Rotmilan-Höhenweg, der weiter zur Pastorenwiese führt, und gehen über einen der Zu- und Abgangswege hinunter in den Ort Wunderthausen.

Von dort gehen wir – vorbei an fünf großen Windrädern – in Richtung Dachsloch – unserem Start- und Zielpunkt.

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Blick vom Sohl in Richtung Bromskirchen mit den 5 Windrädern oberhalb von Wunderthausen

 

Im Dachsloch befindet sich ein gemütliches und urig eingerichtetes Waldcafé, in das wir zum guten Schluß nochmal einkehren und den Tag ausklingen lassen.

Dachsloch
Im Dachsloch

 

Fazit:
Ein wunderbarer Rundwanderweg durch eine sehr reizvolle und ursprüngliche Landschaft. Die Wegmarkierungen sind sehr gut und übersichtlich angebracht. Bänke und Rastplätze fehlen zum Teil noch, sollen jedoch, lt. den Initiatoren, angebracht werden.
Negativ zu erwähnen ist der hohe „Asphaltanteil“ der Wegstrecke. Leider wandert man über viele geteerte Wege. Doch auch hier, so sagen die Initiatoren, soll demnächst auf asphaltfreie Alternativstrecken ausgewichen werden…. das wäre wünschenswert ...

Schwierigkeitsgrad: leicht

Flyer zum DownloadFlyer zum Download

 

Interessengemeinschaft: www.rotmilan-hoehenweg.de

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