Wisente im Rothaargebirge

Wisente sind die größten freilebenden Landsäugetiere Europas. Ein Wisentbulle kann bis zu drei Meter lang und bis zu einer Tonne (1000 Kilogramm) schwer werden. Diese Tierart ist vom Aussterben bedroht und wurde aus einer privaten Initiative heraus vor einigen Jahren im Wittgensteiner Land wieder angesiedelt. Im Rahmen eines Artenschutzprojekts gibt es zwei Wisentherden im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge. Eine Herde, die im April 2013 ausgewildert wurde und eine Herde, die in einem naturnahen, ca. 20 Hektar großen Schaugehege am Rothaarsteig zwischen Bad Berleburg-Wingeshausen und Schmallenberg-Jagdhaus untergebracht ist.

Für Naturbegeisterte und Wanderer gibt es den Wisent-Pfad – eine zertifizierte Traumtour ( Top Trails of Germany ). Der Rundwanderweg startet und endet in Bad Berleburg-Wingeshausen, hat eine Gesamtlänge von 13,5 Kilometern und kann durch einen Besuch im Wisent-Schaugehege auf 17 Kilometer ausgedehnt werden. Im Gehege ist die Wahrscheinlichkeit um vieles größer, diese mächtigen Tiere zu sehen, als in freier Wildbahn. Wichtig zu wissen: Bei einem Besuch des Schaugeheges ist es nicht gestattet, Hunde mitzuführen, denn sie könnten die Wisente aufscheuchen und ein ungewolltes Fluchtverhalten bei den Tieren auslösen. Auf der Traumtour Wisent-Pfad, außerhalb des Besucherareals, sind Hunde, wie bei jeder anderen Wanderung natürlich immer erlaubt. Die Wisent-Wildnis am Rothaarsteig ist ein sogenanntes Guckloch in das Artenschutzprojekt. Hier leben 8 Tiere auf einem naturbelassenen Areal. Öffnungszeiten stehen auf der Website der Wisent-Wildnis.

Die freilebende Wisentherde

Die freilebende Wisentherde besteht aus mindestens 25 Tieren und hält sich irgendwo auf dem Rothaarkamm zwischen Wittgensteiner Land und Sauerland auf. Ihr Aktionsradius ist recht groß und man begegnet ihnen nur selten. Sollte es dennoch zu einer Begegnung mit den Wildtieren in freier Natur kommen, sind einige Verhaltensregeln zu beachten:

  • Mindestens 50 Meter Abstand halten.
  • Nicht aktiv nähern.
  • Hunde nur auf den Wegen oder an der Leine führen – in Gefahrensituationen ableinen.
  • Nicht füttern.
  • Auf den vorgesehenen Wegen bleiben.
  • Sich vorausschauend, sowie der Strecke und den Begebenheiten angemessen verhalten.
  • Tempo anpassen, dass man jederzeit reagieren kann.
  • Absperrungen beachten und eventuelle Anweisungen befolgen.
  • In der Dämmerung den Wald meiden.

Ausführliche Informationen gibt es auf der Website der Wisent-Wildnis.

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